In der Ernährung nach den 5 Elementen werden Nahrungsmittel nicht nach ihrer chemischen Zusammensetzung sondern hinsichtlich ihres Energiegehalts und der Auswirkung auf das Yin und Yang bzw. das Qi (Qi ist eine Manifestation von Yin und Yang in unserem Körper) betrachtet:
Das Wesen, der Geschmack, die Wirkrichtung im Körper und die Meridianwege sind Informationen, die in jedem Lebensmittel gespeichert sind.
Die 24 Stunden eines Tages werden in 12 Doppelstunden eingeteilt. Die Organe gehen mit der Zeit, so hat jedes Yin und jedes Yang Organ seine Hochzeit und 12 Stunden versetzt die Minuszeit.
Die Hochzeit des Dickdarm ist z.B. zwischen 5 und 7 Uhr. Der Dickdarm ist für das Loslassen und Trennen von Reinem und Unreinem zuständig, was sich in einem morgendlichen Stuhlgang ausdrückt.
Die Nieren befinden sich in der Minuszeit. Morgendlicher Durchfall lässt auf einen Mangel der Nierenenergie schließen.
Morgens etwas Nährendes, aber leicht verdauliches, weil zwischen 5 und 9 Uhr die Hochzeit von Dickdarm, Magen und Milz ist.
Zum Frühstück sollte ein warmer, lange gekochter Getreidebrei süß oder pikant gegessen werden. Langes Kochen baut Qi und Säfte auf.
Zum Mittagessen eignet sich eine Speise mit Getreide, Hülsenfrüchten und viel Gemüse, je nach Saison und Konstitution gedünstet oder gebraten oder kleine mengen Rohkost zum Essen.
Als Abendessen sind Suppen jeder Art, d.h. lang gekochte Fleischsuppen, Gemüsebrühen, Getreidesuppen oder Salate aus gekochtem Gemüse, Hülsenfrüchten auch Getreide als Salat sehr zu empfehlen.

 

Termik
Heiße vertreiben Kälte, wie z. B. Chilischoten oder Knoblauch, zu große Mengen schädigen das Qi und die Körpersäfte
Warme wärmen und tonisieren Qi
Erfrischende nähren das Yin und bauen Säfte auf
Kalte vertreiben Hitze, kühlen sehr stark, zu große Mengen verletzen Magen und Milz und reduzieren dadurch die Fähigkeit zu verdauen
Neutrale harmonisieren, bauen Qi auf
 

Wirkrichtung Aufsteigend, Absteigend, Sinkend, Schwebend                                        Sauer zieht zusammen, Bsp: Zitrone. Frucht-, Zitronen-, Milch- und Essigsäure wirken entzündungshemmend und säftebildend
Bitter leitet nach unten, Bsp: Wasserlassen nach Kaffee-Genuss
Süß verteilt in alle Richtungen, entspannt, befeuchtet. Zuviel Süßes macht dick!
Scharf wirkt nach oben und außen, Bsp: tränende Augen beim Zwiebelschneiden
Salzig wirkt nach innen, Bsp: Pökeln

 

Sauer bewahrt Körpersäfte
Bitter kühlt Blut und Herz, bitter/warm/heiß trocknet aus
Süss baut Qi auf, harmonisiert
Scharf löst Stagnation, zerstreut Energie
Salzig weicht auf, trocknet in großen Mengen aus

Ernährungsempfehlung
Morgens wie ein König,
Mittags wie ein Edelmann,
Abends wie ein Bettelmann!