Um Verspannungen im muskulären Bereich zu lösen oder um Teile des Körpers aufzuwärmen, werden aus feuchten, heißen Tüchern Säckchen geformt, die mit einer Vielzahl von Kräutern für den jeweiligen Bedarf gefüllt werden. Mit diesen "Kräuterstempeln" werden die Schmerzpunkte sowie spezielle Zonen bearbeitet. Diese Form der Behandlung wird auf Wunsch bei Verdauungsstörungen, Menstruationsbeschwerden, Ischias oder Hexenschuss angewandt und ist im Winter besonders zu empfehlen!


Moxibustion (nach dem japanischen Wort "mogusa") ist das Stimulieren eines Akupunkturpunktes durch Erwärmung mit Moxakraut. Als Moxakraut wird getrockneter Beifuss verwendet, der, wenn er glimmt, eine milde, angenehme Wärme ausstrahlt. Mit erhitztem Beifußkraut werden bestimmte Punkte am Körper stimuliert. Die Moxa-Therapie aktiviert Gewebestoffwechsel und die Gewebsdurchblutung, steigert Abwehrkräfte, verbessert Sauerstoffversorgung im Körper, wirkt desinfizierend, wundheilungsfördernd und hat eine beruhigende Wirkung.


Moxibustion stärkt das Yang. Es vertreibt Kälte und löst Feuchtigkeit aus dem Körper. Es gibt verschiedene Arten der Moxibustion, ich verwende die indirekte Moxibustionsmethode. Dabei werden in dünnes Papier gerollte Moxastangen, so genannte Moxazigarren, verwendet. Man zündet die Moxazigarre an einem Ende an; die Spitze glimmt ähnlich einer normalen Zigarre. Mit dieser Moxazigarre nähert man sich den ausgewählten Akupunkturpunkten auf 0,5-1 cm, bis der Klient ein deutliches Hitzegefühl verspürt; dann geht man etwas weiter weg (3-4 cm). Nach kurzer Zeit nähert man sich wieder der Haut, bis erneut ein Hitzegefühl zu spüren ist. Dies wiederholt man 6 bis 8 mal je Punkt. Jeder Punkt wird so für ca. 30-40 Sekunden kräftig angewärmt, bis die Haut eine deutliche Rötung zeigt. Die Haut wird aber auf keinen Fall verbrannt, die Hitzeempfindung wird vom Klienten selbst geregelt. Die Wärme dringt über die Akupunktur-Punkte in den Körper ein.